Warum Betriebliches Gesundheits­management (BGM)?

Soziales Engagement und Fürsorge für die Gesundheit aller ist ein wichtiger Eckpfeiler unternehmerischer Verantwortung. Doch gibt es handfeste, drastische Entwicklungen, die ein BGM für jedes Unternehmen unverzichtbar machen:

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Bevölkerung in Deutschland wird bis 2060 von 80,8 auf 73,1 Millionen schrumpfen, trotz Einwanderung!1

Auch die Anzahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter wird sich von 2013 bis 2060 um 23% reduzieren.2

Qualifizierte und zuverlässige Mitarbeiter werden so zum limitierenden Faktor für ein gesundes Wachstum. Es wird immer schwieriger werden, top-qualifizierte Fachkräfte zu finden und wichtige Schlüsselpositionen im Unternehmen adäquat zu besetzen.

Diese Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden wird von entscheidender strategischer Bedeutung sein. Gehalt alleine ist nicht mehr ausschlaggebend, die sogenannten weichen Faktoren müssen stimmen: Sozialkompetenz und eine bewusst und überzeugt gelebte Fürsorgepflicht haben nachgewiesenermaßen eine größere Nachhaltigkeit als eine simple Gehaltserhöhung.

Das Durchschnittsalter der Deutschen nimmt immer mehr zu

Heute machen 65-Jährige und Ältere 21% der Bevölkerung aus, d.h. jeder Fünfte ist bereits im Rentenalter. 2060 wird jeder Dritte in Deutschland mindestens 65 Jahre alt sein, was einem Anteil von 33% der Gesamtbevölkerung entsprechen wird.3 Mit dem steigenden Rentenalter werden auch Volkskrankheiten verstärkt während der Arbeitsphase auftreten.

Steigende Fehlzeiten

2014 waren Arbeitnehmer in Deutschland durchschnittlich 14,4 Arbeitstage krank gemeldet. Dies ergab insgesamt 543,4 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) und Produktionsausfallkosten von 57 Milliarden Euro.4

Die Techniker Krankenkasse meldet weiterhin einen fortlaufenden Anstieg der Fehltage: 2015 fehlten die Arbeitnehmer durchschnittlich 15,4 Tage. Dies entsprach einem Krankenstand von 4,23%, während es 2014 noch 4,06% waren.5 Der größte Anteil fällt dabei auf Muskel-Skelett- und psychische Erkrankungen. Auffällig ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern: 2015 lag der Krankenstand bei den Frauen um 14% höher als bei den Männern.6

Psychische Erkrankungen nehmen rasant zu

Schon 2013 waren psychische Erkrankungen für 13,4% aller Fehltage verantwortlich, was einer Gesamtanzahl von 82 Millionen AU-Tagen entsprach.7 Im Jahr 2015 erhöhte sich die Zahl auf 16,2%.8

Psychische Erkrankungen gehören heute zu den häufigsten und kostenintensivsten Erkrankungen: rund 33% der gesamten Bevölkerung sind jedes Jahr davon betroffen. Bedenklich ist zudem die Dauer einer psychischen Erkrankung mit rund 34 AU-Tagen – Muskel-Skelett-Erkrankungen dauern durchschnittlich nur halb so lange.9

Um psychische Belastungen im Unternehmen rechtzeitig zu erkennen, wurde die Durchführung einer Psychischen Gefährdungsbeurteilung (PGB) gesetzlich als Pflicht verankert (§ 5 ArbSchG). Hierfür bieten wir eine unkomplizierte und kostengünstige Online-Lösung.

MEDISinn – der Rundum- Servicepartner für BGM

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement setzt bei der Gesundheit des Menschen und Mitarbeiters an und kann, wenn es richtig umgesetzt wurde, Ihr unternehmerisches Standing massiv verbessern.

Sparen Sie sich Zeit und Mühe, denn MEDISinn organisiert für Sie alle Abläufe aus einer Hand.

Viele Argumente für die Implementierung eines BGMs

Der Nutzen eines effizienten BGMs liegt heute auf der Hand und wird im Rahmen der unternehmerischen Nachhaltigkeitsstrategie ein unverzichtbarer Baustein:

Vorteile für den Arbeitgeber

  • Sicherung der Leistungsfähigkeit aller Mitarbeiter
  • Erhöhung der Motivation durch Stärkung der Identifikation mit dem Unternehmen
  • Kostensenkung durch weniger Krankheits- und Produktionsausfälle
  • Steigerung der Produktivität und Qualität
  • Erfolgsfaktor bei der Rekrutierung neuer Fachkräfte
  • Imageaufwertung des Unternehmens
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Vorteile für den Arbeitnehmer

  • Verbesserung des Gesundheitszustandes und Senkung gesundheitlicher Risiken
  • Reduzierung der Arztbesuche
  • Verminderung von Belastungen
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Zunahme der eigenen Leistungsfähigkeit
  • Erhöhung der Arbeitszufriedenheit und Verbesserung des Betriebsklimas
  • Mitgestaltung des Arbeitsplatzes und des Arbeitsablaufs

7 Schritte zu einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Klar und transparent – der Weg zur Implementierung Ihres Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Schritt 1: Erstgespräch

In einem unverbindlichen Erstgespräch stellen wir Ihnen das MEDISinn-BGM-Konzept vor und stehen Ihnen für alle Fragen Rede und Antwort.
Es geht darum, dass Sie uns kennen lernen und wir uns einen ersten Eindruck vom “Gesundheitszustand” Ihres Unternehmens verschaffen.
Dieses Gespräch findet grundsätzlich mit einem unserer Experten statt.
Bei grundsätzlichem Interesse Ihrerseits übermitteln wir Ihnen unseren Erstfragebogen zur Ermittlung von Basisdaten.

Schritt 2: Ist- und Bedarfsanalyse

Mittels eines wissenschaftlichen Fragebogens erstellen wir eine Ist- und Bedarfsanalyse Ihres Unternehmens in Bezug auf das betriebliche Gesundheitsmanagement.

Die Auswertung gibt Aufschluss über die psychosozialen Strukturen und dient der Beurteilung des physischen und psychosozialen Gefährdungspotentials, Belastungen und Stresssituationen in Ihrem Unternehmen.

In der Folge prüfen wir die konkrete Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit verschiedenster Maßnahmen; von Vorträgen über Inhouse- oder externe Präventionsmaßnahmen bis hin zu Stressbewältigungsprogrammen u.v.m..

Schritt 3: Entwicklung individuelles BGM-Konzept

Auf Basis der Ergebnisse der vorangegangenen Analyse entwickelt MEDISinn in Abstimmung mit Ihrer Personalführung ein schlüssiges BGM-Konzept. Dabei wird ein internes Team mit klarer Kompetenzverteilung aufgebaut, welches die BGM-Maßnahmen laufend betreut und diese evaluiert.

Für Ihr Intranet bieten wir Ihnen eine individuelle BGM-Lösung an. Damit stellen Sie Ihren Mitarbeitern das BGM-System im Unternehmen vor, führen einen Kalender mit Terminen des BGM und haben ein Teilnehmermanagement zur Verfügung.

Schritt 4: Betriebswirtschaftliche Optimierung & Finanzierung

Zusammen mit Ihren Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern werden die geplanten BGM-Maßnahmen durch Steuerrechtsexperten aus unserem Haus betriebswirtschaftlich optimiert.

Dabei kommen u.a. folgende Punkte zum Tragen:

Steuerfrei sind zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und der betrieblichen Gesundheitsförderung, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§ 20 und 20a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen, soweit sie 500 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen.

Verschiedenste Versicherungsmöglichkeiten, die zum Beispiel die Kosten für medizinische Check-up Untersuchungen bereits beinhalten.

Gemäß § 20a SGB V sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, Leistungen der betrieblichen Gesundheitsförderung zu erbringen.

Gemäß § 65a Absatz 2 SGB V kann die Krankenkasse in ihrer Satzung vorsehen, dass bei Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sowohl der Arbeitgeber als auch teilnehmende Versicherte einen Bonus erhalten.

Das Thema der FINANZIERUNG kann zudem durch unseren Partner PROMEDCOM GmbH gelöst werden, der sich als freier Versicherungsmakler auf maßgeschneiderte Lösungen bei der betrieblichen Krankenversicherung spezialisiert. Sie erhalten Top-Tarife führender Versicherungsunternehmen – genau mit den Leistungen, die Sie brauchen.

Schritt 5: Umsetzung

Ein umfassendes BGM beinhaltet die bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen Prozesse mit dem Ziel, die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern und zu erhalten.

Maßnahmen der Gesundheitsförderung „von der Stange“ haben sich in der Vergangenheit oft als unwirksam erwiesen. MEDISinn erstellt für Sie auf die jeweilige Unternehmensrealität abgestimmte ganzheitliche Konzepte. Die implementierte Datenerfassungsroutine macht eine Evaluierung möglich und somit den Erfolg der Maßnahmen messbar.

A. SENSIBILISIERUNG UND AUFKLÄRUNG
Wesentlich für den Erfolg des BGM ist, dass sämtliche Maßnahmen sowohl von der Unternehmensführung als auch von der Belegschaft mitgetragen werden. Der Sensibilisierung und Aufklärung im Vorfeld der Maßnahmenumsetzung kommt insofern eine sehr wichtige Rolle zu.

B. VERHALTENSPRÄVENTION & VERHÄLTNISPRÄVENTION
Die betriebliche Gesundheitsförderung umfasst Maßnahmen, die auf das Verhalten von Menschen ausgerichtet sind (Verhaltensprävention), und Maßnahmen, die Arbeitsbedingungen analysieren (Verhältnisprävention).

Verhaltensorientierte Maßnahmen
Ernährung: Ernährungskurse, Ernährungsberatung
Bewegung/Ergonomie: Rückenkurse, Walking
Stressbewältigung: Kurse zur Entspannung, Stressmanagement, Weiterbildung
Suchtprävention: Kurse zur Tabakentwöhnung

Verhältnisorientierte Maßnahmen
Ernährung: gesunde Kantinenkost
Bewegung/Ergonomie: Gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung
Stressbewältigung: gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung
Suchtprävention: rauchfreier Betrieb, Verbesserung des Betriebsklimas (Mobbing, Mitarbeiterführung)
Unternehmenskultur: Leitbild, transparente Kommunikation, Führungskompetenz

C. CHECKUP-UNTERSUCHUNGEN – WESENTLICHER BAUSTEIN DER PRÄVENTION
Entscheidend ist vor allem die rechtzeitige Erkennung von chronischen Erkrankungen. Hier stehen fachärztlich durchgeführte Check-up Untersuchungen im Vordergrund. Diese können je nach Bedarf individuell an das Unternehmen bzw. an einzelne Unternehmensbereiche angepasst werden. Unsere medizinischen Check-up Untersuchungen zielen nicht nur auf das frühe Erkennen von etwaigen Erkrankungen ab, es wird hierbei auch zusammen mit dem jeweiligen Mitarbeiter versucht, individuelle Strategien für ein größeres Gesundheitsbewusstsein und eine gesündere Lebensweise zu entwickeln sowie eigene Potentiale für eine bessere Work-Life-Balance auszuschöpfen.

Die Check-up Untersuchungen werden durch MEDISinn von A bis Z organisiert – höchsteffizient und mit geringsten Ausfallzeiten für Ihre Mitarbeiter.

Schritt 6: Evaluierung

Es sollte jährlich eine anonymisierte Evaluierung und Darstellung der Ergebnisse der getroffenen BGM-Maßnahmen durchgeführt werden. Geeignete therapeutische Instrumente zur dauerhaften Verbesserung des “Gesundheitszustandes” im Unternehmen werden aufgezeigt und in grafischer und textlicher Form aufbereitet. Ein Aktionsplan für das folgende Jahr wird festgelegt.

Durch geeignete Infotools wird das Personalmanagement bei der internen Durchführung von BGM-Maßnahmen unterstützt. Auf Wunsch wird das Personal gezielt von Personal Coaches geschult und begleitet.

Schritt 7: Zertifizierung

Bei erfolgreicher Implementierung und Durchführung Ihres BGM erhalten Sie die offizielle MEDISinn-Zertifizierung – ein Tool, das nicht nur Ihren Einsatz für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter dokumentiert, sondern auch gezielt im Personal-Recruitment eingesetzt werden kann, um (Mehr-)Werte nach außen zu transportieren. Positive Auswirkungen auf Ihr Unternehmensimage und Ihr Employer-Branding sind Ihnen sicher!

Infos jetzt anfragen

Wir informieren Sie gerne unverbindlich zu diesem Thema

Infos jetzt anfragen

Quellen:
1 Statistisches Bundesamt: „Bevölkerung Deutschlands bis 2060“ (2015), Seite 15. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/BevoelkerungDeutschland2060Presse5124204159004.pdf?__blob=publicationFile.
2 Statistisches Bundesamt: „Bevölkerung Deutschlands bis 2060“ (2015), Seite 20. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/BevoelkerungDeutschland2060Presse5124204159004.pdf?__blob=publicationFile.
3 Statistisches Bundesamt: „Bevölkerung Deutschlands bis 2060“ (2015), Seite 17. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/BevoelkerungDeutschland2060Presse5124204159004.pdf?__blob=publicationFile.
4 BAuA (2014): http://www.baua.de/de/Informationen-fuer-die-Praxis/Statistiken/Arbeitsunfaehigkeit/Kosten.html.
5 Techniker Krankenkasse (2016): Gesundheitsreport 2016 – Preview Fehlzeiten, Seite 1. https://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/820060/Datei/163833/Gesundheitsreport-2016-Preview-Fehlzeiten.pdf.
6 DAK Gesundheitsreport (2016): DAK-Gesundheitsreport: Warum Frauen und Männer anders krank sind. http://www.dak.de/dak/bundes-themen/Gesundheitsreport_2016-1782678.html.
7 BPtK (2015): BPtK-Studie zur Arbeitsunfähigkeit, Seite 7. http://www.bptk.de/uploads/media/20150305_bptk_au-studie_2015_psychische-erkrankungen_und_krankengeldmanagement.pdf
8 DAK (2016): Erkältungswelle treibt Krankenstand 2015 hoch. https://www.dak.de/dakonline/live/dak/bundes-themen/Erkaeltungswelle_treibt_Krankenstand_2015_hoch-1755200.html
9 BARMER-GEK (2014): Psychische Erkrankung am Arbeitsplatz. Eine Handlungsleitlinie für Führungskräfte, Seite 4 und 5. https://servicebereich.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Servicebereich/Online-Service/Allgemeine-Angebote/Broschueren/PDFs__Bilder__Broschueren__und__Downloads/Downloads/broschueren/ALLE__broschueren__neue_20Kategorien/Psychische_20Erkrankung_20am_20Arbeitsplatz_20-_20Eine_20Handlungsleitlinie_20f_C3_BCr_20F_C3_BChrungskr_C3_A4fte__60122.pdf